Sehr geehrter Herr XXX,
als Abgeordneter meines Wahlkreises sind Sie beauftragt, die Interessen Ihrer Wähler im Bundestag zu vertreten. Als Wahlberechtigte im
Landkreis XXX möchte ich Ihnen deshalb nachfolgend beschreiben, wie meine Interessen zum Thema E-Zigaretten ausgerichtet sind -
ein Thema, das bei Ihrer Wahl keine bedeutende Rolle gespielt haben dürfte, aber zunehmend an Brisanz gewinnt.
Zur Zeit erscheinen täglich Artikel zum Thema E-Zigaretten, die fast ausschließlich die Meinung der Bevölkerung negativ beeinflussen.
Diese Artikel sind meines Erachtens nicht geeignet, um sich dem Thema objektiv nähern zu können. Oder anders ausgedrückt: Hier werden
- ob nun bewusst oder unbewusst sei mal dahingestellt - die Tatsachen verdreht, Halb- und Unwahrheiten verbreitet, dass sich die Balken biegen.
Dies dient - ob nun bewusst oder unbewusst sei erneut dahingestellt - den Interessen der Tabakindustrie, der dadurch, dass die E-Zigarette
auf der Schwelle in den Mainstream angekommen ist, milliardenschwere Verluste bevorstehen. Besorgte "Gesundheitsapostel" spielen der
Tabakindustrie in die Hände, wenn sie sich gegen dieses Produkt sträuben. Wird ein Verbot erreicht, hätten diese Leute meiner Meinung nach
die Verantwortung dafür zu tragen, dass suchtkranke Raucher, die erfolgreich auf das Dampfen umgestiegen waren, wieder gezwungen sind,
Tabakzigaretten zu konsumieren.
Ich will und werde nicht bestreiten, dass das Dampfen schädlich ist. Dem Körper wird Nikotin zugeführt, und Nikotin ist ein Nervengift. Nikotin
ist selbstverständlich auch in Tabakzigaretten enthalten.
Anders als bei Tabakzigaretten wird bei E-Zigaretten nicht verbrannt, sondern erhitzt, bis eine Verdampfung entsteht. Der Hitzegrad unterschreitet
den einer herkömmlichen Zigarette deutlich.
In Tabakzigaretten, das ist allseits bekannt und dokumentiert, sind hunderte, wenn nicht tausende von Gift- und Schadstoffen enthalten. Das geht
los bei den Klebern für die Filter, bei den Farben für die Markenaufdrucke, zieht sich weiter über den gewöhnlichen Teer und und und. Dank des
neuen EU-Sicherheitspapieres sind dem nun weitere Stoffe hinzugefügt worden. Es ist auch bekannt und dokumentiert, dass den Zigaretten
sogar Inhaltsstoffe beigemengt werden, die hustenstillend wirken, um die Nebenwirkungen zu überdecken.
In einer Standardmischung Liquid für eine E-Zigarette finden sich drei bzw vier Inhaltsstoffe. Propylenglykol, Glycerin, Lebensmittelaroma und
- so es der Konsument wünscht - Nikotin in einem individuellen Mischungsverhältnis. Es wird behauptet, man wisse ja gar nicht so genau, was in
den Liquids so alles drin ist. Zum einen: Fortgeschrittene Nutzer mischen sich ihre Liquids selbst, so dass sie nicht nur genau wissen, was laut
Packungsbeilage darin sein sollte, sondern sich sicher sein können, dass auch nur exakt diese Inhaltsstoffe verwendet wurden. Zudem haben
sich die Verkäufer der Liquids schon vor langer Zeit freiwillig dazu verpflichtet, die Inhaltsstoffe auf der Packung aufzulisten. Das können sie
auch bedenkenlos tun, denn es gibt nichts zu verbergen. Es ist nicht nötig, dem Liquid weitere Stoffe beizumengen, da die Liquids mit den
vier genannten Bestandteilen perfekt funktionieren.
Ein weiteres Argument gegen die E-Zigarette ist die Behauptung, es gäbe noch keine Studien dazu. Das ist falsch. Es gibt zahlreiche Studien und
zum Beispiel auch Tests, in denen die Schadwirkung der Atemluft gemessen wurde, die einer Dampferlunge entströmt, wodurch also zum Beispiel
die Belastung der Umwelt nachgewiesen werden konnte. Die drei erstgenannten Inhaltsstoffe haben generell in verdampfter Form keinerlei
Schadwirkungen, auf sie gehe ich trotzdem nachfolgend noch näher ein. Einzig das Nikotin könnte ein kritischer Faktor sein. Tatsächlich wird
Nikotin zum allergrößten Teil vom Körper des Einatmenden absorbiert, nur ein sehr geringer Teil Nikotin verlässt den Körper wieder durch Ausatmen.
Bei den besagten Versuchen lag die Nikotinkonzentration der Ausatemluft an der Untergrenze des messbaren Bereichs. Zum Vergleich: Einer
vollen Schachtel Tabakzigaretten, die offen auf dem Tisch liegt, entströmt in der gleichen Zeit mehr Nikotindampf, als der Ausatemluft eines
Dampf-Konsumenten. Man braucht keinen Doktortitel in Chemie, um daraus abzuleiten, dass die Nikotin-Gefährdung Dritter durch die Ausatemluft des
Konsumenten verschwindend gering ist. Ganz im Gegensatz zur herkömmlichen Zigarette, über die man inzwischen weiß, dass die Ausatemluft,
wie auch das Abbrennen ohne Ziehen und Ausatmen, das entsteht, wenn die Zigarette beispielsweise einige Zeit im Aschenbecher "ruht",
äußerst schädlich für Dritte ist. Im Gegensatz zur herkömmlichen Zigarette qualmt die E-Zigarette nicht weiter, wenn nicht an ihr gezogen wird. Sie
erlischt augenblicklich und muss erst wieder aktiviert werden (bei einigen Modellen durch einen Saugvorgang, bei anderen per Knopfdruck).
An dieser Stelle muss also einmal betont werden: Unabhängig davon, ob das Dampfen von E-Zigaretten für den Konsumenten selbst gefährlicher
oder ungefährlicher ist als das Rauchen herkömmlicher Zigaretten, lässt sich trotzdem bereits jetzt ohne jeden Zweifel beweisen, dass das
E-Dampfen auf jeden Fall die Schädigung durch Passivrauchen ausschließt.
Und damit sind wir beim nächsten Punkt:
Frau Pötschke-Langer zeichnet als Hauptautorin für einen Text verantwortlich, der im Thieme-Verlag in dem Buch "Alkohol und Tabak" veröffentlicht wurde.
Darin geht es in allen Details um die schädlichen Wirkungen von Zigaretten. Frau Pötschke-Langer geht dabei auch auf "rauchlose Tabakprodukte" ein.
Streng genommen ist die E-Zigarette zwar rauchlos, aber sie ist kein Tabakprodukt, da kein Tabak enthalten ist, sondern ggfs nur Nikotin.
http://www.thieme.de/detailseiten/muster...716_090_100.pdf
Aber gehen wir einmal davon aus, dass die E-Zigarette zu diesen Produkten zählen würde. Am Ende des Textes findet sich eine kleine Tabelle mit
drei Pro- und Kontraargumenten zu rauchlosen Tabakprodukten.
Pro Rauchlose Produkte:
Rauchlose Tabakprodukte enthalten eine geringere Anzahl an
krebserzeugenden Substanzen und können deswegen als weniger
schädliche Alternative zum Rauchen angesehen werden.
Kontra Rauchlose Produkte:
Rauchlose Tabakprodukte enthalten krebserzeugende Substanzen
und erhöhen somit das Krebsrisiko.
Pro:
Weil Rauchen die gesundheitsschädlichste Art des Tabakgebrauches
ist, sollten Raucher über rauchlose Tabakprodukte
als Alternative informiert und der Umstieg auf diese Produkte
erleichtert werden.
Kontra:
Besonders Snus enthält zum Teil große Mengen Nikotin, das
abhängig macht. Der Umstieg auf rauchlose Tabakprodukte
wird deshalb den Tabakgebrauch nicht senken, sondern erhöhen
und Rauchstoppversuche verhindern.
Pro:
Es ist ethisch nicht vertretbar, Konsumenten das geringere
Risiko rauchloser Tabakprodukte im Vergleich zum Rauchen zu
verschweigen.
Kontra:
Es ist ethisch nicht vertretbar, den Konsum eines Produktes,
das zwar weniger gesundheitsgefährdend als Rauchen ist, aber
dennoch tödlich sein kann, als Alternative anzubieten.
Frau Pötschke-Langer ist Leiterin der Stabsstelle Krebsprävention im Deutschen Krebsforschungszentrum und
des WHO-Kollaborationszentrums für Tabakkontrolle. Sie gilt als vehemente Gegnerin der E-Zigarette. In einem absurden, wissenschaftlich
völlig haltlosen Pseudo-Selbstversuch hat sie sich und einige Probanden der Ausatemluft von Dampfern ausgesetzt und meinte, danach
ein Schwindelgefühl wahrgenommen zu haben. Dieses "Experiment" haben bereits tausende von Nichtrauchern wiederholt, und keiner
konnte dieses Empfinden bestätigen. Soviel dazu, aus welchem Stall Frau Pötschke-Langer zu kommen scheint.
Diese Frau Pötschke-Langer ist eben auch für den Inhalt dieses Textes über die Gefahr des Rauchens verantwortlich, und sie behält ihre
Kontra-Argumente stur bei, wobei sie die Tatsachen nicht nur unberücksichtigt lässt, sondern sogar zu solch lächerlichen und leicht
durchschaubaren Methoden greift, um sich die Realität so hinzubiegen, dass sie von ihrer vorgefassten Meinung nicht abweichen muss.
Die Argumente im Einzelnen:
1. Rauchlose Tabakprodukte enthalten krebserregende Substanzen und erhöhen somit das Krebsrisiko.
Wie beschrieben enthalten E-Zigaretten vier Bestandteile. Die ersten drei gelten als gesundheitlich unbedenklich. Glycerin
ist Basisbestandteil in vielen Lebensmitteln und Medikamenten. Es ist "in Apothekenqualität" frei erhältlich. Propylenglykol
wird von der Presse gern dramatisierend als "Bestandteil von Frostschutzmitteln" beschrieben. Tatsächlich ist Propylenglykol
Bestandteil von sehr, sehr vielen äußerst unterschiedlichen Produkten. Während Frostschutzmittel nach bösartigstem Zeug
klingt, das man sich da als Ersatz zum Rauchen antut, sieht es mit "Ist Bestandteil von Inhalatoren" schon wieder ganz
anders aus. Tatsächlich wird Propylenglykol auch in gewaltigen Mengen in Disconebel verdampft (eine so extreme Überdosis
direkt einzuatmen kann zu Atemwegsreizungen führen, aber anscheinend ist dieses Risiko nicht hoch genug, um Disconebel bisher aufgrund
untragbarer gesundheitlicher Risiken zu verbieten), und Propylenglykol findet inzwischen auch Anwendung in Klimaanlagen. Der
dort in großen Gebäuden durchgeleiteten Frischluft wird Propylenglykoldampf beigemischt, um die Verbreitung von Krankheitserregern
zu verringern.
Gemäß EU-Richtlinien gilt die E-Zigarette als gesundheitlich unbedenklich und darf frei verkauft werden.
Was übrig bleibt, ist das Nikotin. Nikotin gilt aber in keinem Fall als das "Problemprodukt" in puncto Krebsgefahr bei den herkömmlichen
Zigaretten. Als Krebsverursacher werden viel eher die zahllosen anderen Inhaltsstoffe der Tabakzigaretten verantwortlich gemacht.
Ich wiederhole noch einmal mit Frau Pötschke-Langers eigenen Worten, mit dem Pro-Argument:
ES IST ETHISCH NICHT VERTRETBAR, KONSUMENTEN DAS GERINGERE RISIKO RAUCHLOSER (Tabak)PRODUKTE ZU VERSCHWEIGEN!
Doch genau das geschieht zur Zeit in unserem Land. Massiv, in allen Medien.
2. Kontra:
Besonders Snus enthält zum Teil große Mengen Nikotin, das
abhängig macht. Der Umstieg auf rauchlose Tabakprodukte
wird deshalb den Tabakgebrauch nicht senken, sondern erhöhen
und Rauchstoppversuche verhindern.
E-Zigaretten sind kein "Snus", eine besondere Form von Kautabak. Die Liquids lassen sich auch auf weit, weit geringere Nikotindosen heruntermischen,
als in Tabakzigaretten enthalten sind. Alle Dampfer sind bestrebt, den Nikotinanteil in den persönlichen Liquids auf das unterste
Minimum herunterzumischen, das für sie gerade noch ausreichend benötigte Nikotinzufuhr zum Zwecke der Suchtbefriedigung ermöglicht. Es gibt
auch gänzlich nikotinfreie Liquids. Insbesondere der zweite Teil von Frau Pötschke-Langers Argument ist realitätsfern. Es gibt unzählige Berichte
von Dampfern, die ihre Liquids auf so geringe Nikotinmengen herunter gemischt haben, dass sie schließlich ohne Probleme auf die Beimischung von
Nikotin ganz verzichten konnten. Ebenso gibt es zahlreiche Berichte über Raucher, die durch das Dampfen den kompletten Ausstieg geschafft haben
und nun auch keine Dampfer mehr sind. Damit möchte ich aber nicht behaupten, dass das Dampfen ein Zweckmittel zur Rauchentwöhnung darstellt,
sondern Frau Pötschke-Langers Behauptung widersprechen, dass Rauchstoppversuche durch den Konsum von E-Zigaretten VERHINDERT werden.
3. Kontra
Es ist ethisch nicht vertretbar, den Konsum eines Produktes,
das zwar weniger gesundheitsgefährdend als Rauchen ist, aber
dennoch tödlich sein kann, als Alternative anzubieten.
Dieses "Argument" ist ein Schlag ins Gesicht jedes Suchtkranken. Es soll ethisch nicht vertretbar sein, ein weniger schädliches Produkt anzubieten,
weil es trotzdem noch ein schädliches Produkt ist? Nach dieser Argumentation dürfte man zum Beispiel Fett- und Zuckersüchtigen kein Obst und Gemüse
als Alternative anraten, weil auch darin Schadstoffe enthalten sind, durch z.B. Abgase, Pestizide, Haltbarkeitsbehandlung oder Erdverseuchung.
Dass E-Dampfen tödlich sein kann, müsste überhaupt erst einmal bewiesen werden, denn nach dem bisherigen Kenntnisstand über die einzelnen
Produktkomponenten, die sehr genau erforscht sind, gibt es dazu keinerlei Anhaltspunkte. Einzig wiederum ist das Nikotin eine Ausnahme.
Hier wird folgendes argumentiert:
1. Der Konsum fruchtiger, süßer Aromen sei verführerisch und würde insbesondere Jugendlichen oder sogar Kindern Anreiz bieten, mit der E-Zigarette
anzufangen und dann auf die Tabakzigarette umzusteigen.
Mit Verlaub, aber lächerlicher geht es kaum noch. Dieses Pseudo-Argument lässt sich gleich in mehrere absurde Bestandteile zerlegen:
a) Das Herankommen an das Produkt ist für Minderjährige mindestens ebenso schwierig wie das Herankommen an Zigaretten. Der Shop selbst macht
nicht unbedingt eine Altersabfrage, aber um mit Paypal oder Kreditkarte zu bezahlen, muss man sein Alter nachweisen. Seriöse Shops akzeptieren
nur Zahlungsmethoden mit vorherigem Altersnachweis.
b) Die Einstiegskosten sind unverhältnismäßig viel höher als bei Tabakzigaretten. Eine Schachtel für rund 5 Euro ist schnell mal irgendwo besorgt, eine
Zigarette wird mal eben verschenkt. Ein Einsteigerset E-Zigaretten ist erheblich teurer. Zwar gibt es "Probier-Zigaretten", diese sind jedoch in erster Linie
für unsichere Raucher gedacht, die das Produkt einmal testen möchten, um festzustellen, ob es ihnen im Vergleich zur Tabakzigarette Befriedigung verschaffen
kann. Im Kosten-Nutzen-Verhältnis sind diese Einweg-Produkte (wie alle Einweg-Produkte) sehr teuer. Ist der Inhalt geleert, muss entweder ein neues,
teures Einwegprodukt geordert werden (doppelt so teuer wie eine normale Schachtel Zigaretten für weniger "Inhalt") oder es muss ein "richtiges" Set her.
Diese kosten selten weniger als 40 Euro, um ein gutes Produkt zu erhalten, gerne das Doppelte.
c) Das wohl wichtigste Argument: Niemand steigt vom Dampfen auf das Rauchen um. Tabakzigaretten sind teurer, gesundheitsschädlicher, sie stinken und
sie schmecken im Vergleich abscheulich. Es besteht also absolut kein Bedürfnis oder Interesse, vom Dampfen aufs Rauchen umzusteigen. Es besteht aber
ein großes Interesse, vom Rauchen aufs Dampfen umzusteigen.
Ein weiteres Argument gegen die E-Zigarette besagt, dass von den Liquids eine Gefährdung ausgehe, zum Beispiel für Kinder. Diese könnten die Flüssigkeit
versehentlich trinken und so eine Nikotinvergiftung erleiden. Nun, auch dieses Argument ist fadenscheinig. Erstes weiß jeder Raucher, dass Zigaretten außerhalb
der Reichweite von Kindern aufbewahrt werden müssen. Kinder könnten Zigaretten essen, dies ist schon oft vorgekommen, und eine Nikotinvergiftung im Kleinkindalter
ist in der Tat potenziell tödlich. Dass von den Bestandteilen der Liquids die gleiche Bedrohung ausgeht, will ich nicht abstreiten. Aber im Gegensatz zu Zigaretten
werden die Liquids in Spezialbehältnissen für Medikamente abgepackt und verkauft. Auch die Selbstmischer besorgen sich entsprechende Fläschchen in der Apotheke.
Diese Fläschchen verfügen über einen kindersicheren Spezialverschluss. Verantwortungsvolle Eltern wie wir sichern diese trotzdem in einem abschließbaren Schrank.
Bei Zigarettenschachteln gibt es keinen solchen Sicherheitsverschluss. Die müssen nur einmal von der Plastikfolie befreit und auf dem Tisch vergessen werden. Die Liquids
werden nur zum Befüllen hervorgeholt. Da dies im Gegensatz zu dem häufigeren Griff zur Zigarettenschachtel vergleichsweise selten vorkommt, lohnt es sich, die
Fläschchen nur zum Nachfüllen hervorzuholen und ansonsten an einem unzugänglichen Ort zu lagern.
Es ist meine persönliche Überzeugung und Erfahrung, dass ich durch den Konsum der E-Zigarette weniger Schadstoffe aufnehme und auch weniger Schadstoffe an
meine Umwelt abgebe. Nach sorgfältiger Recherche und eingehender Abwägung aller Argumente bin ich zu der Überzeugung gekommen, dass hier eine Hetzkampagne
gegen ein zukunftsweisendes Produkt stattfindet. Dem Staat entgehen Milliarden an Steuergeldern, und um zu wissen, dass die Tabakindustrie eine sehr, sehr mächtige
Lobby hat, muss man kein Verschwörungstheoretiker sein.
Unabhängig davon, ob Ihnen die Interessen der Raucher beziehungsweise Dampfer in Ihrem Landkreis am Herzen liegen oder nicht: Die NICHTRAUCHER sollten auf
jeden Fall Ihre Interessengruppe darstellen. (Mein Bundesland) hat für ein verschärftes Nichtraucherschutzgesetz gestimmt. Die Mehrheit der (Mein Bundesland) will sich also vor schädlichem
Passivrauchen geschützt wissen. Als Abgeordneter können Sie deshalb eigentlich nur zu dem Ergebnis kommen, die E-Zigarette als weniger schädliche Alternative
zur Tabakzigarette zu unterstützen. Sie schützen damit Millionen Nichtraucher auch überall dort vor dem Passivrauchen, wo das Rauchen heute noch erlaubt ist.
Ich bitte Sie eindringlich, meine oben genannten Ausführungen nicht als der Weisheit letzten Schluss zu erachten. Tatsächlich soll Ihnen dieser "kurze" Ausflug in die
Thematik lediglich einen Anreiz bieten, selbst die Fakten zu recherchieren. Die Studien zu lesen, die Dampferforen zu besuchen, die Youtube-Kanäle. Prüfen Sie
die Rechtslage hier, in Ländern, die das Dampfen verbieten, die es erlauben (oder von denen immer wieder behauptet wird, dort sei das Dampfen verboten, obwohl das
gar nicht wahr ist, wie die Schweiz). Prüfen Sie das EU-Recht. Sprechen Sie mit Betroffenen. Lesen Sie tausende Beiträge von echten Menschen, auch aus (Mein Bundesland), die
durch den Umstieg auf E-Zigaretten massive gesundheitliche Verbesserungen an ihrem eigenen Körper wahrnehmen können. Bilden Sie sich Ihre eigene Meinung,
warum die FDA die Studie zu E-Zigaretten in den maßgeblichen Teilen wohlweislich unter Verschluss hält. Ich habe Ihnen nur die Spitze des Eisbergs gezeigt. Das geht
noch viel weiter und viel tiefer.
Es geht nicht um die Frage, ob man mit der E-Zigarette in Nichtraucherzonen im Restaurant dampfen darf oder nicht (rein wissenschaftlich betrachtet spricht überhaupt
nichts dagegen...), sondern es geht um Milliarden von Euro, um unser Gesundheitswesen, um Millionen von Menschenleben. Das ist keine Pillepalle. Sie haben es
in der Hand, unsere Zukunft zu gestalten, über unser Leben und unsere Gesundheit zu entscheiden. Wenn die Frage gestellt wird, ob E-Zigaretten verboten werden
sollen oder nicht, entscheiden Sie über MEIN Leben und MEINE Gesundheit. Stimmen Sie gegen die E-Zigarette, bin ich wieder gezwungen, Tabakzigaretten zu rauchen,
denn ich BIN suchtkrank, ob ich will oder nicht, ob Sie wollen oder nicht, ob die E-Zigarette legal ist oder nicht.
Bitte vertreten Sie nicht die Tabaklobby, vertreten Sie die Menschen in diesem Land, entscheiden Sie sich für die Gesundheit und gegen das Geld.
Herzlichen Dank,