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07.09.13 Studie Neuseeland Vergleich Nikotinpflaster und Dampfen

#1 von pullmoll , 09.09.2013 16:27

Hallo Dampfer,

es gibt eine recht aktuelle Studie zu E-Zigaretten als Hilfsmittel zur Entwöhnung vom Rauchen, im direkten Vergleich mit Nikotinpflastern und im wissenschaftlich fundierten Versuch. Die Ergebnisse der Studie (englisch), kann jeder hier herunterladen: http://www.fastshare.org/download/PIIS01..._13_61842_5.pdf oder auch von dem bei Slashdot gefundenen Link: http://download.thelancet.com/flatconten...(13)61842-5.pdf

Kurz zusammengefasst kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass E-Zigaretten einen moderaten Erfolg aufweisen bei dem Versuch, Raucher zu entwöhnen. Vor allem aber kommt sie zu der Aussage, dass E-Zigaretten vielleicht schädlich sein mögen (was ja behauptet wurde), jedoch in diesem Versuch keine nachteiligen Wirkungen festgestellt werden konnten, insbesondere keine anderen oder höheren Aus- oder Nebenwirkungen, wie bei den Nikotinpflastern. Die Wissenschaftler halten die E-Zigarette im letzten Satz der Studie ausdrücklich für geeignet, der Gesundheit der Bevölkerung förderlich zu sein.

Ich hatte das Ergebnis der Studie zum Anlass für eine Bürger-Eingabe beim MGEPA in NRW gemacht, die ich hier mal zitiere:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte Ihnen eine wissenschaftlich fundierte und offenbar den Regeln
der Kunst entsprechende Studie zur Kenntnis bringen, die just am 7.
September 2013 vom National Institute for Health, Innovation, School of
Population Health, The University of Auckland, Auckland, New Zealand
herausgegeben wurde.

Sie können ein (druckbares) PDF hier herunterladen:
http://download.thelancet.com/flatconten...(13)61842-5.pdf

Die Studie kommt zu dem Schluss "In our study, e-cigarettes, with or
without nicotine, were modestly effective at helping
smokers to quit." und dem abschließenden Zitat "... e-cigarettes
also have potential for improving population health."

Sie widerspricht damit der in Ihrem Ministerium vorrangigen Auffassung,
das (aus vielerlei Gründen mit Sicherheit gesundheitsschädlichere)
Inhalieren von Tabakrauch sei wegen der Ähnlichkeit der Verhaltensmuster
beim Dampfen von E-Zigaretten und dem Rauchen von Zigaretten nicht zu
reduzieren oder gar zu beenden.

Nachteilige Wirkungen der Benutzung von E-Zigaretten werden in der
Studie nicht ausgeschlossen, konnten aber nicht beobachtet werden, was
ein Anhaltspunkt zur Verringerung irrationaler Ängste in Bezug auf die -
wiederholt lediglich unterstellte - Gefährlichkeit der E-Zigarette sein
könnte.

Aus eigener Erfahrung kann ich beisteuern, dass ich seit knapp 3 Jahren
die E-Zigarette in immer verbesserten Modellen nutze und seitdem nicht
mehr Rauche. Es geht mir gesundheitlich wesentlich besser als in den
Jahren zuvor, vor allem sind viele Symptome des starken Rauchens
vollständig verschwunden: Raucherhusten, Kurzatmigkeit,
Durchblutungsstörungen.

Vielleicht nehmen Sie diese Studie zum Anlass, zurück zu finden zu einer
wissenschaftlich fundierten Arbeitsweise, die das Unterdrücken von nicht
gewünschten Ergebnissen zu Gunsten einer demokratischen und offenen
Diskussion über die Vor- und sicherlich vorhandenen Nachteile der
E-Zigarette aufgibt.

Dann können wir auch über das völlig unangemessene Verbot der
E-Zigarette in öffentlichen Einrichtungen diskutieren, statt ohne
wissenschaftliche Anhaltspunkte zu haben zunächst einmal Verbote
auszusprechen.

Mit freundlichen Grüßen
....


Vielleicht lässt sich die Politik ja von der Wissenschaft überzeugen und gibt ihre irrationalen, weil unbegründeten, Ängste und Verteufelungen der E-Zigarette auf. Vielleicht auch nicht, aber den Versuch war es mir wert.

Eine gute Zeit
pullmoll



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zuletzt bearbeitet 05.12.2017 | Top

   

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Hamburger Abendblatt vom 09.09.2013

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