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CE4 - wie wickeln ohne Blubbern?

#1 von fasbracke , 10.10.2012 22:52

Ich wickle nun seit einiger Zeit meine CE4s selbst. Mein Problem ist: ich bekomme keine reproduzierbaren Ergebnisse. Mein größtes Problem ist, dass es oft blubbert und liquid unten raus sifft. Man kann den Akku ausschütteln und den Clearo durchpusten; das hilft, aber manche neu gewickelten haben dieses Problem gar nicht. Woran mag das liegen?

Ein kleiner Bringer

Nun hatte ich ja selbst schonmal hier vollmundig behauptet ich wüsste was man dagegen machen kann: das innere Nupsi mit einem Zahnstocher ein Stück hochdrücken (oder von vorne herein nicht ganz runterdrücken), so dass der Docht noch ein Stück Nupsi unter sich hat, also nicht ganz unten aus den Schlitzen rauskommt. Dadurch drückt die Silikonkappe die Dochte stärker zusammen. Das hilft, aber der ganz große Bringer ist auch das nicht. Tschuldigung.

Stellschrauben

(1) Ich hann die Windungen in der Mitte des Dochts konzentrieren oder schön über den ganzen Docht verteilen.

(2) Ich kann locker oder fester wickeln, bzw mit oder ohne Wickelhilfe. Mit Wickelhilfe wirds tendenziell lockerer, weil das Volumen der Wickelhilfe hinterher fehlt.

(3) Ich kann mehr oder weniger Glasfaser nehmen. Mehr Glasfaser verschließt die Schlitze besser aber es wird auch in der Wicklung mehr Liquid gespeichert. Ich glaube, es gibt ein Optimum bei 5x1mm, aber wenn die Dinger neu sind, sind nuch 4x1mm (oder sogar dünnere) drin und es blubbert praktisch nie (eher ist der Nachfluss zu schwach).

Wie blubberts nach eurer Erfahrung weniger? Oder ist das egal? Oder kennt ihr andere Regulierungsmöglichkeiten?

Ausglühen

Ich bin übrigens dazu übergegangen die fertige Wicklung mitsamt der Glasfaser auszuglühen. Sonst hatte ich anfangs immer einen schlechten Beigeschmack. Der ist jetzt zuverlässig weg.


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RE: CE4 - wie wickeln ohne Blubbern?

#2 von fasbracke , 14.10.2012 13:57

Ich habe inzwischen herausgefunden, dass der Abstand zwischen der Wicklung und dem inneren Nupsi (der Silikonring, der die Kontanke festklemmt) vermutlich kriegsentscheidend ist.

Wenn dieser Abstand zu klein ist, dann liegt die Glasfaser und die Wicklung auf dem Nupsi auf. Dadurch entsteht eine Kapilarwirkung und zwischen Glasfaser und Nupsi sammelt sich Liquid. Ich habe das mal bei einem neuen CE4 nachgemessen, und tatsächlich: das Nupsi endet entwas tiefer als die Schlitze für die Dochte.

Wenn man die Wickung mit dem Docht reinschiebt, endet das fast immer damit, dass die Glasfaser auf dem Nupsi aufliegt. Man kann dann mit einem Zahnstocher das Nupsi noch ein winziges Stück runterdrücken. Wenn man den Pluspol reinschiebt, muss man mit dem Zahnstocher gegen das Nupsi drücken, sonst schiebt man es wieder nach oben.

Ich habe das jetzt zweimal durchexerziert und beide Male hatte ich überhaupt kein Blubbern, und das Geräusch beim Feuern ist ein sanftes Rauschen, ohne "Knallen". Ich glaube, wenn ein CE4 knallt, dann immer deshalb, weil der Heizdraht in einem See schwimmt.

Ich hab mal 'ne Zeichnung gemacht.


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RE: CE4 - wie wickeln ohne Blubbern?

#3 von fasbracke , 14.10.2012 18:28

Ich habe mir einen Nagel zu einer Lehre gebogen. Man sieht ja außen, wo die Schlitze aufhören und dimensioniert die Lehre dann so dass sie einen Tick (ca 1/2 mm - 1mm) länger ist als der Abstand Oberkante-Schlitzende. Wenn die Lehre zu lang gerät kann man einfach noch ein paar Zehntel abfeilen. Damit bekommt man die Position des Nupsis relative problemlos hin. Mit einem Zahnstocher brauchte man übermenschlich viel Gefühl.



Ich habe bei ein paar CE4s, die bereits gewickelt waren, einfach den Pluspol rausgezogen, dann das Nupsi mit der Lehre runtergedrückt und wieder zusammengebaut. Danach waren sie nicht wiederzuerkennen. Manche hatten 5x1mm GF, andere 1x2mm GF. Einen Unterschied dazwischen konnte ich nicht bemerken. Ich denke ich nehme in Zukunft einfach 1x2mm, das geht am einfachsten.

Ich habe den Eindruck, dass eine Wendel auf einer Glasfaser einfach "Luft unter sich braucht". Das würde auch erklären, warum Selbswicker so gut schmecken.

Bin jetzt voll zufrieden mit meinen CE4s. Der Geschmack ist jetzt konsistent "ahhhh", enorme Dampfentwicklung, guter Flash und kein Blubbern mehr.


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RE: CE4 - wie wickeln ohne Blubbern?

#4 von fasbracke , 19.10.2012 21:35

"Verbrannter" Geschmack

Eine weiteres Problem, mit dem ich oft zu kämpfen hatte, war ein verbrannter, metallischer Geschmack. Nicht so eklig wie dieser kokelige Geschmack, wenn die Faser trocken läuft, sondern etwas milder und metallischer.

Ursache

Ich glaube, das passiert wenn Teile der Wendel nicht auf der Faser aufliegen. Selbst wenn man ordentlich fest gewickelt hat, kann beim Runterschieben oder wenn man den Pluspol reinschiebt (also immer wenn von unten eine Kraft auf einen der Drähte ausgeübt wird) ein Teil der Wendel abheben. Etwa so:



Rechts sieht man die Wicklung von der Seite, einmal bevor man den Pluspol reingeschoben hat und einmal danach. Das Problem liegt darin, dass der Draht "tangential" von der Wicklung weggeführt wird. Dadurch führt jede Kraft, die von unten auf den Draht wirkt dazu, dass sich eine Windung abhebt.

Abhilfe

Besser ist es, wenn man die Drähte so führt:



Das ist erheblich fummeliger herzustellen. Man kann danach nicht mehr an den Drähten ziehen, denn dadurch richten sie sich wieder annähernd tangential aus. Die Drähte so auszurichten muss der letzte Schritt sein, bevor man die Wicklung einsetzt.


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RE: CE4 - wie wickeln ohne Blubbern?

#5 von azurlord , 19.10.2012 21:42

ein CE4 Spezialist, weiter so man kann auch etwas für andere VD ableiten !


Gruß Azurlord
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" Alle sind Klug, der eine früher der andere später "


 
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RE: CE4 - wie wickeln ohne Blubbern?

#6 von fasbracke , 19.10.2012 22:28

Kurzschlüsse

Ohne Ohmmeter würde ich mich nicht ans Wickeln eines CE4 wagen. Es gibt zwei mögliche Kurzschlüsse: einmal können sich die beiden Drähte unten treffen. Das kann man leicht vermeiden, indem man die Drähte korrekt kürzt. Ich schiebe sie dafür probehalber durch das innere Nupsi und schneide sie dann am anderen Ende ab. Wenn noch 1mm übersteht schadet das i.d.R. nichts.

Die andere Quelle von Kurzschlüssen ist subtiler: wenn die Windungen etwas weit auseinander liegen, dann gerät die Wicklung schnell so lang, wie man im Metallzylinder überhaupt Platz hat. Das eine Ende der Wicklung ist ohnehin mit dem Zylinder verbunden, also kein Problem. Wenn das andere Ende, das mit dem Pluspol verbunden wird, aber am anderen Ende den Metallzylinder ebenfalls berührt, hat man einen Kurzschluss. Gerade wenn man gerne "weit" wickelt, muss man den Widerstand messen, um sicher zu sein.

Wicklung testen

Man kann eine Wicklung testen, ohne den Verdampfer komplett zusammenzubauen. Dazu benetzt man die Faser mit etwas Liquid, schiebt die Silikonkappe drüber und schraubt den Akku auf. Dann nimmt man das Mundstück, hält es einfach auf die Silikonkappe, gibt Feuer und zieht. Das ist zwar wackelig und man zieht manchmal etwas Luft ein, aber wenn man einen groben Bock geschossen hat, wie die oben besprochenen freiliegenden Windungen, dann merkt man das sofort.

Geschmack

Das ist noch meine größte Baustelle und ich habe noch keine endgültige Lösung, wie man den Geschmack optimiert. Ausschlaggebend für den Geschmack scheint zu sein, heiße Stellen zu vermeiden und eine möglichst gleichmäßige Erhitzung des Liquids zu erreichen. Das heißt, dass Wicklungen, die "schön" aussehen auch meist gut schmecken. Zu enge Wicklungen scheinen dem Geschmack nicht förderlich zu sein.

Ob "mehr Faser" auch mehr Geschmack bringt, kann ich noch nicht endgültig sagen. Der Effekt dürfte jedenfalls eher subtil sein. In letzter Zeit nehme ich einfach 2mm GF und fertig. Eine Weile hatte ich 5x1mm GF. Das ist nur 25% mehr Querschnitt als 1x2mm, dafür aber schwieriger zu wickeln, so dass man leicht etwas verbockt. Wenn man schöne gleichmäßgige Wicklungen will, sollte man sich mit der Faser nicht allzusehr verkünsteln.

Ausglühen der Faser scheint vor allem den Effekt zu haben, dass sich der Geschmack nicht mehr allzusehr verändert und man die Wicklung schneller beurteilen kann. Ohne Ausglühen muss man länger "eindampfen". Durch das Ausglühen wird die Faser aber spröder und man muss vorsichtiger mit ihr umgehen, sonst zerfleddert sie. Dafür wird sie etwas steifer und man kann ohne Wickelhilfe wickeln.

Beim Widerstand versuche ich immer über 2 Ohm zu bleiben. Ich habe einen Ego Twist und da kann man schön beobachten, wie "mehr Leistung" den Geschmack verändert. Mein Twist ist fast immer auf weniger als 4 Volt (die mittlere Einstellung) eingestellt. Bei größer Spannung bekomme ich mehr Dampf, aber weniger Geschmack. Ich will vor allem Geschmack, bei anderen mag das anders sein.

Über Tipps, wie man den Geschmack optimiert, wäre ich dankbar.


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RE: CE4 - wie wickeln ohne Blubbern?

#7 von fasbracke , 21.10.2012 19:44

Geschmack

Ich habe jetzt den Einfluss von "viel GF" auf den Geschmack untersucht. Wicklungen mit 2x2mm und 1x2mm wurden verglichen. Ergebnis: 2x2mm ist geschmacklich etwas besser. Allerdings ist sie auch erheblich träger. Durch das größere Volumen dauert es unangenehm lange bis das Liquid ausreichend erhitzt ist und der erste Dampf kommt. Die Glasfaser "kühlt" quasi die Wendel. Bei gleicher Anzahl Windungen verbrauche ich bei der "dicken" natürlich mehr Draht, die Wicklung wird länger und hat einen höheren Widerstand. Das kann ich allerdings mit meinem Twist leicht ausgleichen. Die Trägheit allerdings bleibt.

Temperatur und Leistung

Nach meinem Empfinden bekommt man besseren Geschmack, wenn man bei niedriger Temperatur verdampft und heiße Stellen vermeidet. Niedrige Temperatur kann man leicht erreichen, wenn man "viel Ohm" oder "wenig Volt" verwendet. Dann sinkt allerdings auch die abgegebene elektrische Leistung und man bekommt wenig Dampf, der dafür sehr aromatisch schmeckt.

Die Kunst besteht darin, viel elektrische Leistung abzugeben ohne dass die Wendel zu heiß wird. Hier hilft "viel GF" tatsächlich, denn sie kühlt die Wendel, führt aber zu träger Reaktion.

Abstand der Windungen

Hohe Temperatur entsteht, wenn die Windungen eng beieinander liegen. Dann heizen sie sich quasi gegenseitig auf und der kühlende Effekt der GF wird schwächer, weil sie dann gegen viele Windungen auf engem Raum ankämpfen muss. Enge Windungen sind also schlecht für den Geschmack.

Der stärkste Kühlungs-Effekt dürfte durch das verdampfende Liquid selbst erzielt werden. Reißt der Nachfluss ab, dann wird die Wicklung zu heiß, das kennt jeder. Um den Geschmack zu optimieren muss man dafür sorgen, dass es immer etwas zu verdampfen gibt. Auch hier helfen weit auseinanderliegende Windungen. Dadurch hat der Draht immer "viel GF um sich herum". Dicke GF hat einen ähnlichen Effekt, denn dann hat eine Windung "viel GF unter sich".

Fazit

2x2mm ist für mein Empfinden einfach zu träge. Der erste Zug schmeckt anders als der zweite, wo das Liquid im Innern der Faser schon aufgeheizt ist. 1x2mm schmeckt hervorragend, wenn die Windungen weit auseinanderliegen und der Liquidnachfluss funktioniert.


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RE: CE4 - wie wickeln ohne Blubbern?

#8 von fasbracke , 15.11.2012 04:45

Das kalte und feuchte Ende

Ich dachte schon ich hätte die Sache vollständig im Griff, da hatte ich wieder einen, der einfach nicht aufhören wollte zu blubbern. Ich hab den CE4 aus seiner Hülle befreit, im nackten Zustand befeuert und mir das unter einer Lupe angeschaut. Und oha: am Rand "kochts".

Die Erklärung war die: die Wicklung neigt dazu, nicht in der Mitte zu sitzen, weil ja das eine Ende mit dem Rohr verbunden ist, das andere aber mit dem Pluspol. Wenn das Minus-Ende der Wicklung zu nahe am Rohr zu liegen bekommt, ensteht dort eine kalte, feuchte Ecke. Kalt ist es, weil dieses Ende vom Rohr gekühlt wird. Feucht ist es, weil am Rand das Liquid reinkommt und sich durch den Kapilareffekt dort etwas ansammelt.

Der Teil der Windung, der in dieser Zone liegt kann das kalte Liquid nicht verdampfen, er bringt es lediglich zum kochen. Man kann das sogar am Geräusch erkennen. Wenn alles gut ist, "rauscht" der Verdampfer, wenn etwas "kocht" tendiert das Geräusch mehr zum "brutzeln".

Das kochende Liquid erzeugt keinen Dampf, wohl aber Spritzer, die sich unten ansammeln und zum Blubbern führen. Man kann das Problem dadurch beheben, dass man am Ende die gesamte Wicklung mit einer Kanüle oder einem Zahnstocher etwas nach innen in die Mitte schiebt.

Durchhängende Faser

Es ist ferner nicht vorteilhaft, wenn die Faser, wie oben gezeichnet zu sehr durchhängt. Erstens kommt sie dadurch dem Sikikon-Nupsi gefährlich nahe, wodurch (durch den Kapilareffekt) Liquid an die tiefste Stelle gesogen werden kann, und zweiten sorgt die Schwerkarft dafür, dass sich dort Liquid konzentriert. Der Effekt ist aber ziemlich schwach ausgeprägt und düfte nur selten wirklich zu Problemen führen. Wenn doch, dann hält man die Faser außen fest und lupft sie mit einem Stück Draht (eine aufgebogen Tacker-Klammer eignet sich ganz gut) etwas an. Man kann sie auch vor dem Einbau um einen dicken Nagel biegen, so dass sie von vorne herein eine gewisse Wölbung hat.

Dry-burn

Es scheckt besser, wenn man die Faser vor dem Einbau ausglüht. Sie wird dadurch aber brüchig und neigt zum Zerfleddern. Ich bin inzwischen dazu übergegangen sofort nach dem Einbau, bevor die Wicklung den ersten Tropfen Liquid sieht, einen dry-burn zu machen. Das scheint den gleichen Effekt zu haben wie das Ausglühen, ist aber viel einfacher zu bewerkstelligen.


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RE: CE4 - wie wickeln ohne Blubbern?

#9 von Mundfein , 15.11.2012 13:14

Was sich bei mir gezeigt hat ist, dass es völlig ausreicht den Draht vor dem Wickeln mit einem Flammbierer so lange auszuglühen, bis die Flamme sich nicht mehr verfärbt.
Dann ist auch kein Fremdgeschmack mehr vorhanden.



Derzeit in Gebrauch:
- Kayfun 3.1 auf Provari 2.5
- Kayfun 1.5 auf Xmax
- Kayfun 3.1 auf Provari 2.5
- Kayfun 3.0 auf Provari 2.5
- T2 auf eGo-Twist


 
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RE: CE4 - wie wickeln ohne Blubbern?

#10 von fasbracke , 27.01.2013 23:46

Waschen

Einige meiner CE4s wollten einfach nicht mehr schmecken und auch Neuwickeln hat nicht mehr geholfen. Der Geschmack war irgendwie "scharf" und nicht so "ahh". Ich hatte fast den Eindruck, dass sie "altern" und nur eine begrenzte Anzahl von Neuwicklungen verkraften.

Jetzt habe ich zwei davon unter warmen Wasser ausgespült. Zum Reinigen des Gewindes nehme ich Interdentalbürsten, die man in jeder Apotheke bekommt. Wenn das Gewinde versifft ist, muss man fester ziehen und saugt mehr Liquid an die Wendel, was wiederum zu Blubbern führen kann.

Nach dem Neuwickeln warden die wieder tip-top. Ich habe keine wirkliche physikalische Erklärung dafür, aber an einen Zufall glaube ich auch nicht.


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RE: CE4 - wie wickeln ohne Blubbern?

#11 von solarherbert , 21.03.2013 00:07

Meine blubbern jetzt auch nicht mehr.
Danke für die ausführliche Anleitung.
Ich reinige alles mit Ultraschall, danach gut abwaschen.


 
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RE: CE4 - wie wickeln ohne Blubbern?

#12 von fasbracke , 28.10.2013 12:11

Hier ein paar updates, wie sich meine Wickeltechnik inzwischen entwickelt (!) hat

Material


  • - 0.2mm Kanthal
    - 2 mm Glasfaser oder Silikalschnur
    - Creme Brulee Butangasbrenner (ca 5,- EUR)
    - Nagelknipser
    - Spitzzange
    - Pinzette
    - (Isopropyl-)Alkohol (ggf Vodka)
    - Feines (>300) Schmirgelpapier



  • Säubern

    Ich lege alle Teile für einen Tag in Isopropylalkohol ein (in einem schmalen Schnapsglas), spüle anschließend unt heißem Wasser und lasse alles trocknen. Ich bin mir aber nicht sicher, ob all das wirklich nötig ist.

    Hin und wieder schmirgle ich das Röhrchen innen und den Pluspol außen mit feinem Schmirgelpapier um eventuell vorhandene Oxidreste zu entfernen. Dadurch werden Kontaktwidersände minimiert, was zu heißen Stellen im unteren Teil des Verdampfers führen kann, was wiederum nicht gut schmeckt.

    Drahtstärke

    Mein bevorzugter Draht ist 0.2mm Kanthal. Ich bevorzuge dickere Drähte, weil dann die Zuleitungen weniger Widerstand haben und weniger heiß werden. Ich habe auch 0.3mm probiert, aber dann braucht man relativ viele (>= 8) Windungen. Da wird der Platz knapp und das viele Metall führt zu einer größeren Trägkeit, da es ja auch erst aufgeheizt werden muss. Mit 0.2 mm mache ich 6 Windungen.

    Microcoil

    Ich wickle auf einem 1,5 mm Bohrer, möglichst dicht an dicht. Anschlißend ziehe ich die Wicklung vom Bohrer, drücke sie mit einer Pinzette zusammen und erhitze sie mit einer Creme Brulee Flamme von beiden Seiten. Danach liegen die Wicklungen absolut dicht an dicht.

    Die Wicklung ist dann abslolut gleichmäßig, ohne überstehenden Windungen, die zu heiß weden können und zu einem metallischen Beigeschmack führen.

    Halbieren

    Dann stecke ich die Wicklung wieder auf den Bohrer und ziehe sie in der Mitte etwas auseinander, so dass jeweils 3 Windungen beieinander liegen und dazwischen ein kleiner Abstand ist. Die Idee dabei ist, dass das Liquid vom Rand her einfließt und die Mitte des Dochtes die trockenste Stelle ist. Durch das Halbieren wird die Mitte kaum noch erhitzt.

    Den Trick habe ich mir vom Kanger Evod abgschaut, der von Hause aus schon so gewickelt ist.

    Einfädeln

    Anschließend nehme ich die Windung wieder vom Bohrer und fädle einen 2mm Docht hindurch. Das eine Ende feuchte ich leicht an (Spucke tuts) und drehe ihn so durch die Windung, dass sich die Faser nicht aufspreizt (es gibt quasi eine richtige und eine falsche Drehrichtung).

    Durch diese Methode bleibt der Docht völlig unverletzt. Wenn man dagegen direkt auf dem Docht wickelt, kann schon mal die eine oder andere Faser brechen. Das kann dazu führen, dass ein Faserende den Rand oder den Boden berührt und damit benetzt, was zu Blubbern führen kann.

    Glühen

    Dann fasse ich das Gebilde (Wicklung mit Docht) mit einer Spitzzange an den Drahtenden, so dass noch ca, 3mm Draht bis zur eigentlichen Wicklung bleiben und bringe das Ganze mit dem Brenner mehrmals zum Glühen.

    Zwischen dem Glühen kann man an der heißen Wicklung schnuppern. Man wird feststellen, dass anfangs eine leicht kokeliger Geruch vorhanden ist, der nach dem zweiten oder dritten Glühen verschwunden ist.

    Ohne diesen Glühvorgang hatte ich immer mal wieder Wicklungen, die einen komischen Beigeschmack hatten. Es war nicht immer gleich und die genaue Usache ist mir nicht bekannt, aber das Ausglühen scheint diesen Effekt zuverlässig zu verhindern.

    Nicht bewährt hat sich dagegen der sofortige dry-burn. Dabei werden die Silikonteile schon sehr heiß und bekommen braune Stellen. Das kann nicht gut sein.

    Zusammenbauen

    Beim Zusammenbauen achte ich darauf, dass der Docht nicht durch die Kanten der Schlitze verletzt wird, Im Zweifelsfall den Docht zusammezwirbeln, so dass er etwas dünner wird und besser durch die Schlitze passt. Auch das verhindert gebrochenen und lose Fasern.

    Ansonsten wurde dieser Vorgang schon an vielen Stellen berschieben. Zum abknipsen des überstehenden Drahtes und zum Stutzen der Dochte ist ein Nagelknipser sehr zu empfehlen.

    Bei einem CE4 muss man darauf achten, dass zwischen dem Silikonnupsi und der Wicklung ein kleiner Abstand bleibt (s. füheres Posting). Beim CE5 CC und Kanger Evod ist das viel unkritischer, da dort das Silikunnupsi unten eingesteckt wird und alleine durch die Konstruktion nicht mit der Wicklung in Berührung kommt, es sei denn man zieht mit Gewalt an den Drahtenden, wodurch die die Wicklung nach unten durchbiegen kann.

    Fazit

    Den Kanger Evod und die CE5 CCs kann man mit der gleichen Technik wickeln.

    Finanziell lohnt sich das alles nicht. Fertige Ersatzcoils bekommt man ja schon für wenige Euros. Ich bilde mir aber ein, dass meine Wicklungen besser schmecken als die fertigen. Und überhaupt - ich habe die Dinge nunmal gerne unter Kontrolle.


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    zuletzt bearbeitet 28.10.2013 | Top

    RE: CE4 - wie wickeln ohne Blubbern?

    #13 von Trivape , 28.10.2013 12:59

    Von mir mal ein ganz großes Lob für die Arbeit, die Du Dir hier im Thread gemacht hast. Viele tolle Tipps, alles anschaulich erklärt, klasse. Ich wickel meine CE4+ auch alle selbst und hatte Spaß daran, mir alles durchzulesen. Und natürlich ist das Ergebnis von selbstgewickelten CE4+ etc. um einiges besser als die Werkswicklungen. Deshalb wickel ich die Teile ja und nicht wegen Kosteneinsparung;-)


     
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    RE: CE4 - wie wickeln ohne Blubbern?

    #14 von fasbracke , 23.03.2014 13:09

    Zitat von Mundfein im Beitrag #9
    Was sich bei mir gezeigt hat ist, dass es völlig ausreicht den Draht vor dem Wickeln mit einem Flammbierer so lange auszuglühen, bis die Flamme sich nicht mehr verfärbt.
    Dann ist auch kein Fremdgeschmack mehr vorhanden.


    Inzwischen mache ich das auch so. Wenn man das ganze Gebilde (Wicklung und Docht) ausglüht, leidet die Faser. Sie wird deutlich spröder. Ich glühe den gewickelten Draht bevor ich den Docht einfädele. Und du hast Recht: das reciht völlig aus.


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    RE: CE4 - wie wickeln ohne Blubbern?

    #15 von zaxxas , 09.04.2014 18:46

    hi,

    habe mal eine Frage zum Kanthaldraht. Ich wollte mir den Heizdraht bei Ebay bestellen und dort findet man immer den 0,20 mm Kanthal, und 0,22 Kanthal D, sowie Ohm/meter angaben.
    wo ist der unterschied und welchen muss ich mir zum wickeln bestellen?

    wäre um Antwort dankbar

    lg
    zaxxas


     
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    RE: CE4 - wie wickeln ohne Blubbern?

    #16 von fasbracke , 10.04.2014 23:10

    Kanthaldraht bekommst du in vielen verschiedenen Durchmessern (0.14 .. 0.3 mm). Bei den Dicken brauchst du mehr Windungen um auf den gewünschten Widerstand (ca. 2 Ohm) zu kommen, bei den dünnen darfst du nicht so viele Windungen machen. Wenn du nur 4 Windungen machen willst, nimmst du einen dünnen, wenn du (wie ich) 6 Windungen machen willst, nimmst du 0.2 mm.


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